Chromebooks – eine neue Alternative zu Notebooks?

In den Vergangenen Monaten ist immer mehr über sie zu lesen: Googles neue Chromebooks. Geräte die aussehen, sich anfühlen und sich so bedienen lassen wie Notebooks, es aber nicht ganz sind. Geräte wie das Samsung Chromebook 303C12 A01 oder das moderne HP Chromebook 11 werden vom neuen Betriebssystem Chrome OS von Google betrieben, das nach einigen Jahren am Markt langsam erwachsen wird. Von den Einen belächelt, von den Anderen geliebt ist die nächste Evolutionsstufe des aussterbenden Netbooks vor allem eines: für ein Leben in der Wolke gedacht. Eine Internetverbindung ist notwendig, da Chrome OS ausschließlich auf Cloud-Dienste setzt. Google liefert hier gleich 100 GB für das hauseigene Google Drive gratis mit (Laufzeit 2 Jahre). Ohne Verbindung sind Chromebooks trotz Offline-Funktionen aber meist nur bedingt einsetzbar. Der geringe Preis von unter 300€ drückt auch auf die Leistung. Es überrascht daher nicht, dass sie die Geister meist scheiden. Doch wie kommt es, dass im Weihnachtsgeschäft 2013 auf Amazon.com (USA) bereits 2 der Top 3 Notebooks mit dem neuen Google Betriebssystem bestellt wurden?

Ein Leben im Browser.

Ein Leben im Browser.

Der Trend spricht dafür

Chromebooks können zwar kein Microsoft Office oder herkömmlichen Größen wie Skype oder Photoshop aufweisen, machen aber vor allem eines richtig: Sie knüpfen an zwei Trends an, die in den letzten Jahren an Fahrt gewonnen haben.
Nutzer verbringen immer mehr Zeit online. Egal ob Fotos, Videos, Notizen, Filme, Serien oder Dokumente, bereits heute wird ein Großteil davon bereits online gespeichert, verwaltet und geteilt. Viele Menschen bewegen sich in der Freizeit meist nur mehr im Internet. Die Nutzung persönlicher Daten auf lokalen Medien wird rückläufig bleiben. Weiters erleben wir seit 2007 einen starken Umbruch unseres Anforderungen. Wir haben uns daran gewöhnt mit jedem neuen Mobilfunkvertrag alle 2 Jahre ein neues Smartphone zu holen. Das Kredo: neueste Technik für so wenig Geld wie möglich, und das in immer kürzeren Abständen. Und da scheint Google genau auf das richtige Pferd zu setzen. Auch Microsoft hat diese Gefahr erkannt, setzt doch der Technikkonzern aus Redmond seit einiger Zeit auf groß angelegte Kampagnen gegen Google (siehe “Don’t get scroogled”).

Kann das Chromebook im Alltagstest überzeugen?

Im Selbsttest habe ich einen Monat lang Googles Betriebssystem getestet. Das Testvehikel war ein Acer Chromebook C720. Bereits nach einer Woche überraschten mich zwei interessante Erkenntnisse: Erstens hat mich das Chromebook weder unter der Woche (Abends) noch an Wochenenden in meinem normalen Arbeits- bzw. Freizeitgebrauch eingeschränkt. Gelegentliches browsen, Youtube, blogging, lesen, Musik hören, alles Themen die ich zwar immer mit meinem „leistungsfähigen Laptop“ mache, aber auch auf einem 240€ Chromebook ohne jegliche Einschränkungen möglich sind (manchmal sogar etwas besser). Das Google-Notebook ist sogar noch kleiner, leiser, leichter und benutzerfreundlicher. Und zweitens, noch grundlegender, wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie wenig ich eigentlich wirklich brauche. Ich habe weder eines meiner vielen Steam-Games gespielt, noch mich von meiner iTunes Sammlung berieseln lassen oder Filme auf meiner Festplatte angesehen. Anders gesagt, ich bin überrascht wie sehr ich meine Anforderungen überschätzt habe. Klar, Skyrim hätte ich nicht spielen können! An Skype oder iTunes wäre ich am Chromebook auch gescheitert. Als Notebook für die Arbeit ohne Office wäre das Chromebook nicht wirklich einsetzbar. Aber der Punkt ist, es hat mich nicht gestört. Weder nach einer noch nach vier Wochen. Google wird nicht alle Anwender ansprechen können, aber das ist auch nicht notwendig.

Was ist eure Meinung dazu? Welche Erfahrungen habt ihr mit Chromebooks gemacht? Ist es eine Überlegung wert?

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  1. Pingback: Ein Schritt voraus ins Web: Chromebook anstatt Notebook | Thoughts about Tec

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