Lautsprecher: ein Rundumblick

Lautsprecher Kaufberatung Ratgeber

Mit der Erfindung des Telefons, 1861, wurde auch etwas anderes quasi mit- und weiterentwickelt, was heute aus keinem Haushalt mehr wegzudenken ist. Die Rede ist vom Schallwandler, vielen wohl besser bekannt als Lautsprecher. Im 21. Jahrhundert angekommen wird er fast schon als selbstverständlich angesehen und dennoch gibt es viele wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt, wenn es darum geht, welcher Lautsprecher für welche Zwecke am besten geeignet ist und was er können sollte. An dieser Stelle seien die wichtigsten Kernbegriffe zum Thema Lautsprecher kurz erklärt und einige Hinweise gegeben, auf welche Dinge ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte.

Eine 360°-Tour in die Welt der Lautsprecher

Impedanz, Watt, Center, Klemmen usw. Wenn es in einem Bereich technische Begriffe en masse gibt, dann in der Audio-Elektronik. Doch selbst wer sich nicht so gut auskennt, kann mit ein paar Eselsbrücken recht schnell fachkundig werden. So ist die Impedanz zum Beispiel nichts weiter, als der Widerstand der einem Lautsprecher zugrunde liegt. Dieser beträgt meist 4 Ohm, was sich mit manchem AV Receiver so gar nicht versteht. Hier gilt die Regel: Schließe niemals Lautsprecher an, die eine niedrigere Impedanz als der Verstärker haben. Umgekehrt gibt es dabei aber keine Probleme. Die (dauerhafte) Belastbarkeit eines Lautsprechers wird in Watt gemessen. Auch hier ist ein Abgleich mit einem etwaig bereits vorhandenen AV-Receiver mehr als ratsam. Die Sinus-Leistung der beiden Geräte sollte in etwa auf gleicher Höhe sein.

Samsung HT-E4200 Heimkinosystem

Tricks, Kniffe und wertvolle Ratschläge für Lautsprecher

Eine Frage, die sich bei Lautsprechern und Surround-Systemen häufig stellt, ist, die nach dem Aufstellungsort. In den seltenen Fällen, wo noch ein Röhrenfernseher statt eines LCD-TV-Geräts vorhanden ist, sollte der Lautsprecher oder die Center-Box eines Surround-Systems nur auf dem Fernseher selbst platziert werden, wenn er auch magnetisch abgeschirmt ist. Ansonsten kann es zu Verfärbungen des Fernsehbildes kommen. Um soundtechnisch noch etwas mehr herauszuholen, lässt sich bei den Klemmen noch etwas tricksen. Diese sind praktisch der Anschluss für die Verkabelung und sollten möglichst groß sein, damit auch dickere Kabel an sie angeschlossen werden können. Als grober Richtwert seien hier vier Quadratmillimeter im Querschnitt aufwärts genannt. Lautsprecherboxen mit vier Klemmen sind bestens dafür geeignet je zwei Kabel pro Box aufzunehmen. Diese Praktik nennt sich Bi-Wiring und wertet den Sound noch etwas auf.

Deutschland – Das Land der großen Lautsprecherinnovationen

Gerade in den 1960er Jahren wurde in deutschen Landen wahre HiFi-Geschichte geschrieben. Hersteller, wie Canton, Magnat, Heco oder Behringer waren für etliche Innovationen auf dem Feld der Lautsprechertechnik verantwortlich und entwickeln ihre Produkte stetig weiter. Die beiden Firmen Canton und Heco  haben mit dem Taunussound einen eigenen Begriff in der HiFi-Branche geprägt. Die Lautsprecher der Unternehmen aus der hessischen Mittelgebirgsregion zeichneten sich vor allem durch einen in den Mitten durchhängenden Frequenzgang aus und bildeten so den Konterpart zum englischen Sound, bei dem eine leichte Bevorzugung der Mitten nicht von der Hand zu weisen war. Amerikanische Modelle hatten zumeist eher warme Höhen und kraftvolle Bässe und die japanischen Vertreter stachen durch eine äußerst kühle Abmischung des Gesamtklangs hervor.

Welche Lautsprecher brauche ich?

Die Qual der Wahl. Die Frage der Fragen. Am besten wird gar nicht erst damit aufgehört Fragen zu stellen. Denn, wenn es die richtigen sind, ist das Ziel, die am besten geeigneten Lautsprecher in den eigenen vier Wänden zu beheimaten wieder ein Stück näher gerückt. Gibt es bereits eine Centerbox? Gab es vorher schon Stereolautsprecher, deren Klang zufriedenstellend war? Ist bereits ein Subwoofer vorhanden? Ist viel oder eher wenig Platz im Wohnraum vorhanden? Haben die Lautsprecher eine Bassreflexöffnung und auf welcher Seite befindet sich diese? Um dem Fragenkatalog an dieser Stelle ein Ende zu setzen, hier noch ein paar Erklärungen zum Abschluss.

Bose Lifestyle T20

Bei bereits vorhandenen Stereoboxen kann einfach mit einem Center, einem Subwoofer und ein paar Effektboxen nachgerüstet werden, um einen guten Surround-Sound zu erzeugen. Die Alternative wäre sich gleich ein komplettes Heimkino-System zuzulegen. Dies ist sicherlich auch eine Frage des eigenen Budgets. Wenn wenig Platz zum Aufstellen vorhanden ist, sollte auf Standlautsprecher verzichtet werden. Auch wenn Boxen mit mehr Volumen einen ausgefüllteren Sound liefern, bringt es nichts diese in beengten Wohnverhältnissen (unter 20 qm) aufzustellen, da Standlautsprecher etwa 50 cm weit von der Wand wegstehen sollten. Ansonsten kommt es zu einem nervigen Dröhnen. Ähnlich handhabt sich das auch bei Boxen mit Bassreflexöffnung. Ist diese auf der Rückseite sollte hier mindestens ein Abstand von 5 cm von der Wand weg vorhanden sein.

Die Entscheidung, der Wahl nach den optimalen Lautsprechern möchte also wohlweislich überlegt und zu genüge hinterfragt werden, damit am Ende auch der Sound stimmt und dieser entspannt genossen werden kann.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Um die richtigen Abstände der Lautsprecher einzuhalten, sind Lautsprecherständer recht hilfreich.
    So als kleinen Tipp nebenbei.

  2. Das mit der Impedanz hätte mir mal etwas früher erklären sollen, dann hätte ich nämlich nicht aus Versehen ein falsches Lautsprecher-System für meinen AV-Receiver gekauft. Konnte es zum Glück noch umtauschen, dachte damals aber, es läge ein Defekt oder so vor. Dabei war es dann wohl doch das mit der Impedanz.

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